Die Chance gute Eltern zu werden


Es ist nicht das Anliegen, dem Kind gesunde Eltern im Sinne des Kontinuum-Konzepts zu verschaffen, da dieses in unserer heutigen Gesellschaft kaum möglich ist. Die Chance gute Eltern zu werden, liegt beim Kind, das in seiner noch ursprünglichen Anlage stark und kompetent ist. Es zeigt seine Bedürfnisse sicher und eindeutig. Es müssen nur die Zeichen verstanden werden. Es ist stark durch sein vorgegebenes Kontinuum-Potential, von dem es geleitet wird. Eltern haben die Chance eigene Schäden durch Abhängigkeiten von Kindheitserlebnissen zu korrigieren, indem sie aufmerksam für die Belange und Zeichen ihres Kindes werden.

Dazu ein Beispiel: eine junge Mutter sieht ihr vor Vergnügen juchzendes Kind wie rasend im Zimmer herumrobben. Sie hat den ersten Impuls - wie es ihre Mutter mit ihr getan hat - das Kind zu bremsen und zu ermahnen, es könne etwas passieren oder ähnliche Gründe, die mit Unsicherheit, auch Neid verbunden sind aus eigenen Versagungserlebnissen in der Kindheit. Sie erinnert sich dann, wie sie sich damals gebremst und blockiert fühlte und nicht wußte, warum sie ihrer Lebensfreude keinen Ausdruck geben durfte. In diesem Moment kann sie ihr eigenes Kind verstehen und lassen und sich an seiner Freude bereichern, mit ihm das Vergnügen genießen.

An dieser Stelle sei Howard Sasportas, ein bekannter Astrologe und Psychologe zitiert: „Unvermeidlich projizieren wir den Zustand unseres eigenen inneren Kindes auf unser tatsächliches Kind. Wir können das 'beschädigte Kind' in uns heilen, indem wir unseren eigenen oder fremden Kindern die Liebe und Anteilnahme zuwenden, die uns selbst als Kind verweigert wurde. Welchen Weg wir auch finden, es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben".



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